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Südsteirische Sagenwelt

Eine Sagenreise durch den Bezirk Leibnitz

Unser Reiseleiter ist Herr Peter Stelzl aus Arnfels, der die hier aufgeführten Sagen gesammelt und freundlicherweise seine Zustimmung zur Veröffentlichung auf dieser Website erteilt hat.

Die Sagen auf dieser Seite werden in regelmäßigen Abständen ergänzt und können in dem Buch "Südsteirische Sagenwelt", erschienen 1995 im Eigenverlag, nachgelesen werden.

 

Von der Rupertilinde

Als der Heilige Rupert Bischof von Salzburg wurde, kam er auch einmal ins Leibnitzer Feld, um die heidnischen Bewohner zum Christentum zu bekehren.
An einem heissen Sommertag wanderte er über die Ebene und die grosse Hitze setzte ihm arg zu. Da erblickte er in der Ferne einen mächtige, alte Linde. Mit letzter Kraft erreichte der Heilige diesen Baum, in dessen Schatten er sich niederliess, eine Weile schlief und so Erholung fand.
Gegen Abend verliess er diesen Platz, kam zu einem gastlichen Haus, in dem er längere Zeit verblieb, predigte und taufte. Bei der mächtigen Linde liess der Heilige Rupert eine Kapelle bauen, in der er noch selbst die Gläubigen zum Gebet versammelte. Als er wieder nach Salzburg zurückwanderte, erinnerten Kapelle und Linde an seine Lehren.
Die Kapelle soll dann von den Türken zerstört worden sein, wurde jedoch bald wieder aufgebaut. Auch der Lindenbaum verdorrte mit der Zeit. Seine Wurzeln allerdings blieben gesund. Ein neuer Baum entspross dem morschen Stamme. Linde und Kapelle wurden zur Erinnerung an den Heiligen "Rupertilinde" und "Rupertikapelle" genannt.
Die Rupertikapelle stand nahe dem Murufer zwischen Ober- und Untergralla. Die Hochwasser der Mur zerstörten 1685 die kleine Kirche. 1688 wurde eine neue, grössere Kapelle erbaut, die aber ein paar Jahrzehnte später eine Ruine war.
Im Jahre 1800 erbaute die Gemeinde Obergralla eine neue Kapelle, die aber schon 1827 von einem weiteren Hochwasser zerstört wurde. Auch zahlreiche Häuser wurden vernichtet. Die Bewohner erbauten neue Häuser und auch eine neue Kapelle weiter westlich der Hauptstrasse (Neu-Gralla). Diese Kapelle steht nun an der Stelle, wo 1786 die Rupertikirche abgerissen wurde.

© Peter Stelzl

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