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Südsteirische Sagenwelt

Eine Sagenreise durch den Bezirk Leibnitz

Unser Reiseleiter ist Herr Peter Stelzl aus Arnfels, der die hier aufgeführten Sagen gesammelt und freundlicherweise seine Zustimmung zur Veröffentlichung auf dieser Website erteilt hat.

Die Sagen auf dieser Seite werden in regelmäßigen Abständen ergänzt und können in dem Buch "Südsteirische Sagenwelt", erschienen 1995 im Eigenverlag, nachgelesen werden.

 

Wie der Lieberbach zu seinem Namen kam

Der Lieberbach, der durch die Gemeinde St. Nikolai ob Draßling fließt, soll seinen Namen einer schönen Sage nach verdanken.
Zur Zeit der Kreuzzüge lebte im Schloss Brunnsee ein Herzog mit seiner schönen Tochter und drei stattlichen Söhnen. In der Nähe gab es die Rabenburg. Dort hauste ein böser Ritter, der um die Hand der schönen Tochter anhielt. Der Freier wurde aber immer abgewiesen. Der Rabenburger war sehr beleidigt und hegte Rachegefühle gegen den Brunnseer. Da musste der Herzog in den Krieg. Die Söhne und die schöne Tochter wurden in die stark befestigte, nahe Waldburg gebracht.

Eines Tages gingen die drei Söhne im nahegelegenen Schweinsbachwald auf die Jagd. Der Rabenburger überfiel sie mit seinen Knechten und schleppte sie in seine Burg. Vergebens wartete die Schwester auf die Heimkehr ihrer Brüder. Sie war so bedrückt und weint so laut dass man es auch außerhalb der Burgmauern hören konnte. Die Menschen nannten fortan dieses Waldschloss die "Weinburg".

Eines Tages wanderte die Jungfrau im Schweinsbachwald umher, um ihre lieben Brüder zu suchen. Ein kleiner Bach schlängelte sich durch den Wald. Sie ging traurig das Bächlein entlang und sprach zu ihm: „Oh lieber Bach, oh lieber Bach! Weißt du nicht, wo meine Brüder sind?” Oft labte sie sich an einer nahen Waldquelle und kühlte ihre heiß geweinten Augen.
Ein paar Tage später traf sie an dieser Quelle ein altes Mütterchen. Mitleidig reichte sie der alten Frau eine Gabe und erzählte ihr von ihrem Kummer um die verlorenen Brüder. Das alte Mütterchen schöpfte mit einem Krüglein klares Wasser aus der Quelle, gab es dem Mädchen zu trinken und sprach: „Liebes Kind, sei nicht mehr traurig und weine nicht mehr. Dieses Wasser wird dir helfen, deinen großen Kummer zu vergessen!” Das Mädchen trank das klare Wasser, setzte sich ins weiche Moos und schlief ein. Im Traum erschien ihm eine wunderschöne Fee, die lieblich sprach: „Weine nicht, deine Brüder leben und sind in der Rabenburg gefangen. Deine Tränen habe ich in dieser Quelle gesammelt und ihr Wasser soll in Zukunft kranken Menschen zur Gesundheit verhelfen!” Als das Mädchen erwachte, kostete es das Wasser nochmals und siehe da, es schmeckte angenehm säuerlich und prickelnde Perlen stiegen darin auf. Die Trauer der Jungfrau war verschwunden Glücklich eilte sie zurück in die Weinburg.
Bald wurden auch die drei Brüder aus der Rabenburg befreit. Der Herzog von Brunnsee kehrte ohne Schaden vom Kreuzzug heim. Seine Tochter bekam den kühnen Befreier seiner Söhne zum Gemahl. Die Hochzeit wurde bald darauf in Bunnsee gefeiert.

© Peter Stelzl

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