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Die sieben Raben von St.
Georgen
In der Nähe von St. Georgen an der Stiefing wohnte eine Frau,
die sieben Kinder hatte. Eines Tages war sie wieder einmal mit dem Brotbacken
beschäftigt. Als der Teig durchgeknetet war, stellte sie diesen zum Aufgehen
weg, drückte nach altchristlichem Brauch drei Kreuze in den Teig und ging fort.
Da kamen ihre sieben Kinder in die Stube. Diese sahen den aufgehenden Brotteig
und drückten mit ihren Nasen sieben Löcher in den Teig. Da kam die Mutter wieder
in die Stube, wurde grob und fluchte: „Von mir aus sollt ihr alle Rabenviecher werden!” Kaum war der Fluch ausgesprochen, standen sieben garstige Raben in der Stube. Einer nach dem anderen flog nun beim Rauchfang hinaus. Es half kein Flehen und Bitten - die Kinder waren verschwunden. Erst als das jüngste Kind sieben Jahre alt war, verlor der Fluch seine Wirkung.
| © Peter Stelzl |
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