|
Von den Gschiedhündlan
In der Gegend von Gleinstätten erzählt man sich noch von den Gschiedhündlan.
Wenn zwei Bauern, deren Grundstücke aneinander stoßen, sich um die Grenze
streiten und ihren Besitz dadurch vergrößern wollen, so kommt es nicht selten
vor, dass einer der beiden in der Nacht auf den Acker geht, um den Grenzstein zu
versetzen. Stirbt dieser Bauer, so muss seine Seele als Strafe für diesen Betrug
in Nächten als schwarzer Hund mit großen, glühenden Augen dort Wache halten.
So kommt es, dass man heute noch in der Gleinstättner Gegend zu nächtlicher
Stunde, besonders am Aschermittwoch und zu Matthäi, kleine Feuer auf Acker und
Wiesen zu sehen bekommt.
| © Peter Stelzl |
 |

hinauf |
|