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Die Sage von König Attilas
Grab
Dort, wo die Berge des Sausals ganz nahe an das Bett der Sulm herankommen,
befindet sich der Königsberg. Von diesem erzählen die Leute folgendes:
Vor vielen Jahrhunderten soll auf diesem Berg eine große Burg gestanden sein.
Nicht allzu weit davon entfernt, befand sich auch eine zweite
Befestigungsanlage. Als die Hunnen mit ihrem König Attila in die Steiermark
kamen, stürmten sie auch in das Sulmtal. Überall raubten, mordeten und
plünderten sie. Als Attila gestorben war, sollte er mit seinen vielen Schätzen
begraben werden. Aber niemand sollte nachher das Grab des Hunnenkönigs finden.
Auf der Suche nach einer brauchbaren Grabstätte entdeckten sie die Burgen auf
dem Königsberg. An einem düsteren Regentag überfielen die Hunnenkrieger die
Burgen. Während sich ein Pfeilregen auf die Burgen ergoss, schlichen hässliche
Hunnengestalten in das Innere der Wehrburgen und metzelten die Besatzung nieder.
Die Nacht darauf war unheimlich und rabenschwarz.
Da erschienen noch andere hunnische Reiterscharen. In ihrer Mitte führten sie
einen prunkvollen Sarg, in dem sich die Leiche ihres Königs befand. Auch hatten
sie viele wertvolle Schätze mit, die im Dunkel der Nacht glänzten und blitzten.
Nun begann ein geheimnisvolles emsiges Treiben. Der Sarg und die unübersehbaren
Schätze wurden in das Innere einer der Burgen gebracht. Dort setzten die Hunnen
an einem geheimen Ort in einem unterirdischen Gang ihren großen König bei.
Gleich danach zerstörten die Hunnen die beiden Burgen vollständig, so dass
niemand mehr zu dem Grab gelangen konnte.
| © Peter Stelzl |
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