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Der Wassermann vom
Schloss Waasen
Auf einem Hügelrücken liegt das bereits 1359 erwähnte Schloss Waasen. Im
Schlossteich hielt sich einst ein Wassermann auf. Dieser war halb Mensch, halb
Frosch, war gutmütig, trank aber mit großer Freude besten Wein. Diesen gab es im
Schlosskeller zur Genüge. Oft kroch er durch einen unterirdischen Gang in den
Weinkeller und trank dort die Fässer mit Genuss leer. Die Schlossbesitzer
konnten sich lang nicht erklären, wohin der Wein verschwand. Da versteckte sich
einer und schaute durch das Kellerfenster. Nach kurzer Zeit watschelte der
Wassermann durch den Keller, setzte sich auf das größte Fass und begann mit
mächtigen Zügen aus einem schönen Glas zu trinken. Als er schon zu viel
getrunken hatte, holte der Mann einige Helfer. Diese nahmen ihn gefangen und
führten ihn nach Graz. Dort ist er aber spurlos verschwunden.
| © Peter Stelzl |
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