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Die Hobergoaß bestrafte
einen Viehschinder
Am Nordfuß des Demmerkogels liegt das Schlösschen Harrachegg. Es gehörte zur
Burg Landsberg und war einst Jagdsitz der Erzbischöfe von Salzburg.
Wie der
Volksmund erzählt, versteckte sich immer wieder eine große Hobergoaß am
Dachboden des Schlosses. Mit ihrem schauerlichen „Mäh! Mäh!” sauste sie über die Felder und durch die Wälder des Sausals und versetzte die Bewohner, vor allem die kleinen Kinder, in Angst und Schrecken.
In der Nähe des Schlosses lebte ein Bauer, der es ganz arg mit seinen Viechern trieb. Das wusste die Hobergoaß. Als er wieder einmal mit einem Fuhrwerk unterwegs war und wütend wurde, weil die Kühe den Wagen zu langsam zogen, schlug er wie ein Wilder mit dem Ochsenzipf auf sie ein und fluchte gotterbärmlich. Das hörte die Harrachegger Hobergoaß. Sie sprang durch die Dachbodenluke und - schnell wie der Blitz - hatte sie schon den Bauern und stieß ihn mit ihren Hörnern, dass diesem Hören uns Sehen vergingen. Erst als er kleinlaut versprach, nie mehr seine Viecher zu quälen, ließ die Hobergoaß von ihm ab. Nie mehr war der Sausaler Bauer als Viecherschinder zu sehen.
| © Peter Stelzl |
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