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Südsteirische Sagenwelt

Eine Sagenreise durch den Bezirk Leibnitz

Unser Reiseleiter ist Herr Peter Stelzl aus Arnfels, der die hier aufgeführten Sagen gesammelt und freundlicherweise seine Zustimmung zur Veröffentlichung auf dieser Website erteilt hat.

Die Sagen auf dieser Seite werden in regelmäßigen Abständen ergänzt und können in dem Buch "Südsteirische Sagenwelt", erschienen 1995 im Eigenverlag, nachgelesen werden.

 

Der Schatz in der Eisentruhe

Zwei Bauern aus Spielfeld fuhren mit ihren schwer beladenen Ochsengespannen durch den Katzengraben heimwärts. Der Vollmond leuchtete und zwischendurch hörten die beiden Männer das Rufen der Käuzchen. Zwischendurch wurde eine Rast eingelegt, damit sich die Ochsen etwas ausruhen konnten. Als aber die Ochsen zu einer mächtigen Esche kamen, blieben sie wie angewurzelt stehen. Nicht einmal ein paar kräftige Peitschenhiebe vermochten sie zum Weitergehen bewegen. Als sich der Kiefer und der Polz darüber furchtbar ärgerten, sahen sie im Mondschein einen schwarzen Wuzel auf der anderen Seite des Grabens auftauchen, wenig später unbeholfen über den Weg hoppeln und ihn dann unter dem dicken Stamm der Esche verschwinden. Jetzt blieben auch der Kiefer und der Polz wie angewurzelt stehen. Als sie sich vom Schrecken erholt hatten, schauten sie bei der Esche nach, konnten aber nichts Besonderes entdecken. Die beiden Männer bekreuzigten sich, und bald darauf konnten sie mit ihren Wägen den Weg nach Spielfeld fortsetzen. Dieses sonderbare Erlebnis erzählten die Bauern ihren Knechten. Schon am nächsten Tag machten sich zwei Knechte um Mitternacht auf den Weg zur Esche. Da bemerkten sie eine Öffnung im Baum. Unerschrocken griffen sie da hinein und zogen eine Eisenkiste hervor. Der Deckel wurde geöffnet, und das Mondlicht ließ viele Golddukaten wie Sterne funkeln. Die beiden nahmen den Schatz mit, teilten ihn brüderlich auf und kauften mit dem Geld ein paar Weingärten. Sie wurden angesehene Weinbauern. Der schwarze Wuzel, anscheinend der Bewacher des Sshatzes, wurde im Katzengraben nie mehr gesehen.

© Peter Stelzl

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